Am Zeichentisch

Schrüppe McIntoshDie Strichführung und individuelle Handschrift sind das Aushängeschild eines jeden Designers. Eine schöne Zeichnung vermittelt dem Kunden den Look, die Passform und auch die Eigenschaften des geplanten Materials. Ich muss sagen, dass ich seit dem Studium kaum dazu gekommen bin, mich mit dem Tuschkasten an den Tisch zu setzen, um Entwürfe zu zeichnen und colorieren. Meine Ideen entwickeln sich meist kurz vorm Einschlafen und werden dann als Skizzierung im Sketchbook oder auf irgend einem anderen Papier festgehalten. Wenn ich mir halbwegs sicher mit der Idee bin, dann zeichne ich Variationen des Modells und dann gehts auch schon an die Puppe oder die Schnittkonstruktion. Für eine Zeichnung bleibt da meist keine Zeit. Schade eigentlich. Hab ich mir gedacht und weil das Wetter mir heute einen Strich durch die Planung macht, hab ich doch die Pinsel und Aquarellfarben hervor geholt. Ich werde wohl noch ein paar Tage brauchen, bis ich mich damit wieder richtig wohl und vertraut fühle. Die ersten Versuche sind meist ja nur das Suchen nach der eigenen Frustgrenze….Schrüppe McIntosh verstärkt wird das vor Allem, wenn der Kater unermüdlich Mr. Jackell (`n Dr. Hyde) spielt um dann mit einem Siegerbrummen auf dem aktuellen Bild zu liegen.

Schrüppe McIntoshJackie (`n Hyde)

Glücksmomente = Schuhe?!

Glücksmomente  sind ja so eine relativ unplanbare Sache und sie werden wahrscheinlich bei jeder Person durch etwas Anderes ausgelöst. Ich hatte heute Einen. Und den fand ich so toll, dass ich ihn direkt niederschreiben und (mit-)teilen möchte. Auf dem Weg zur Ausstellung der HGB- Fotografieklasse im Tapetenwerk bin ganz unerwartet  in der  Werkstatt von Sabine Graf gelandet. SHOES AND BOOTS

http://www.sabinegraf.co.uk/ESW/Images/stiefelbreit.jpg

SCHUHE in eigener Herstellung- ein überschaubarer sauberer Raum, in dem man nicht nur das fertige Produkt bewundern, sondern auch die Herstellung einsehen kann- halbfertig zusammengesetzte Lederteile, Maschinen, Schnittteile— Wie der Zufall es wollte, habe ich sie bei einer Zigarettenpause angetroffen und so die Gelegenheit gehabt, im direkten Gespräch mehr über ihre Produktion zu erfahren.

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Pop Up Market Leipzig

..ich war mal wieder unterwegs, diesmal auf dem österlichen Markt für Designkrimskram, Unikate und Selbstgemachtes. Aus Zeitgründen habe ich gar nicht den Markt in Gänze ablaufen können. Im hergerichteten Felsenkeller- Saal- im warmen Licht aufgereiht -waren es vier Gänge, die der geneigte Besucher nach einem Obulus vom 2,50€ abspazieren konnte. Es gab auch laut Plakatankündigung auch ein Unterhaltungsprogramm während der zwei Öffnungstage. Wir kamen nicht dazu davon etwas zu sehen…

Mittlerweile (er-)kenne ich sogar das ein  oder andere Gesicht auf Leipzigs Märkten, aber ich bin auch auf Neue gestoßen. Die möchte ich kurz ansprechen:

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Ein Schritt zurück und zwei vor….

..ein fortwährender Tanz.

Mein Frühjahrsputz im Atelier geht wieder weiter, aber ich bin auch ein ganzes Stück voran gekommen.  Zwischen diversen kürzeren Nähprojekten habe ich immer mal wieder Altes durch Neues oder Besseres ersetzt. Dabei konnte ich mir auch einen langersehnten Traum erfüllen- meine alte Nähpuppe ist nun einer Unterwäschepuppe gewichen. Meine Materialexperiemente kann ich nun direkt auf der Puppe nähen. Ich bin so unfassbar gespannt darauf, wie sich dadurch das Arbeiten verändert.

DDR -Schick hatte ich in meinem Leben wirklich genug, aber aus Platz- und Orga-Gründen ist es nun doch passiert. Nie im Leben hätte ich dagegen geglaubt mich noch einmal für das Leben mit einer  70er  Jahre Schrankwand zu entscheiden.

Das Frühjahr kann kommen. Mein Projektkoffer ist gepackt und gut bestückt!!!

(heavy-) Metall- Party im Atelier

Druck Durch einen unerwarteten  Zufall bin ich auf eine Schneidereiverkleinerung ganz in meiner Nähe gestoßen. Neben einigen Ballen Stoff, hat diese mir auch einen kompletten Sack Ösen, Drucknöpfe und andere Zutaten überlassen , die dort nicht mehr gebraucht werden. Gefühlte 50kg Metall, das ich nun seit Tagen wieder in die einzelnen Bestandteile sortiere. Ein Hobby, dass ich gewiss auch die nächsten Wochen noch Abend für Abend -Stunde um Stunde- haben werde. Ich fühle mich, wie mein eigener Praktikant!

“Was ist noch langweiliger als Angeln?”

“…beim Angeln zugucken!”

… wie immer ist auch hier eine Steigerung möglich. Ich wurde zu einem Spaziergang anlässlich des internationalen Weltfrauentags an der Elster eingeladen- das war der Köder, der bei diesem unglaublichen T-Shirtwetter sogar mich freudig raus gelockt hat- in Wirklichkeit sind wir gelaufen, um Angelplätze zu fotografieren. .. Nicht-besetzte Angelplätze. Ich habe faktisch mit einer Rose in der Hand (die vom freundlichen Bäckereifachgeschäft gestellt wurde) einen passioniertem Angler beim Zugucken fotografiert…

 

Carajamha

Kuriositätenschau im Carajamha

Man kann schlecht leugnen, dass die Fassade der glorreichen Varietévergangenheit seit Jahrzehnten bröckelt und mittlerweile den ein oder anderen größeren Riss nicht mehr vertuschen kann- die Stars längst vergangener Zeiten- die bunte Truppe von “Carajamha” hält heutzutage auch nur noch der Griff zur Flasche und zum Zigarrenstummel  bei Laune. Das merkt man leider sehr schnell und auch sehr deutlich- Unter Gejohle und dem rasenden Applaus des Publikums wurden dann aber auch schon fast vergessene oder noch nie zuvor gezeigte Nummern aus dem Reportoire kredenzt. Den von weit gereisten Besuchern wurden eine kurzweilige  Mischung aus Artistik, Liebe (in Form einer dubiosen Zwangsverheiratung und SEHR viel nackter Haut), Kunstfertigkeiten und Kuriositäten ( es war sogar ein importierter Werwolf anwesend!!!) präsentiert. Das Alles begleitet von einer wunderbaren dreiköpfigen Kapelle, die aus den besten Musiker des Landes zusammengestellt wurden.

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Finissage: Babette Küster- Seide, Gold und weisses Leinen

9.11.-22.02.2015

Grassimuseum, Leipzig

Es gibt Veranstaltungen, deren Besuch schiebe ich ewig vor mir her. Statt den Tag zu nutzen, warte ich irrsinnigerweise auf DEN (einen) perfekten Tag dafür. Darunter fällt das Vorhaben Klaus Cornfields Comicregal quer zu lesen und auch die Kanutour, die ich seit Jahren nach Oderberg  machen möchte. Und eben auch die Weissstickereiausstellung im Grassimuseum- das ist mir gerade noch rechtzeitig wieder eingefallen- heute war nämlich schon die Finissage. Mit 3- minütiger Verspätung bin ich in das Museum für angewandte Kunst gestolpert, um mich der Kuratorenführung noch anschließen zu können. Sehr gut (von internationalem Interessenten aller Altersstufen) besucht, musste man sich schon das ein oder andere Mal um eine Vitrinen drängen, um dem Vortrag folgen zu können. Eine sehr schöne Führung und tolle Exponate.

Am 4.3. um 17h trifft sich der Arbeitskreis Textildesign, um Gräten-, Langetten- und Knötchenstiche zu erlernen und lädt dazu ein. Mehr Informationen kann man bei heidemariePaul@gmx.de oder unter 0341/9127677 anfordern.