Finissage: Babette Küster- Seide, Gold und weisses Leinen

9.11.-22.02.2015

Grassimuseum, Leipzig

Es gibt Veranstaltungen, deren Besuch schiebe ich ewig vor mir her. Statt den Tag zu nutzen, warte ich irrsinnigerweise auf DEN (einen) perfekten Tag dafür. Darunter fällt das Vorhaben Klaus Cornfields Comicregal quer zu lesen und auch die Kanutour, die ich seit Jahren nach Oderberg  machen möchte. Und eben auch die Weissstickereiausstellung im Grassimuseum- das ist mir gerade noch rechtzeitig wieder eingefallen- heute war nämlich schon die Finissage. Mit 3- minütiger Verspätung bin ich in das Museum für angewandte Kunst gestolpert, um mich der Kuratorenführung noch anschließen zu können. Sehr gut (von internationalem Interessenten aller Altersstufen) besucht, musste man sich schon das ein oder andere Mal um eine Vitrinen drängen, um dem Vortrag folgen zu können. Eine sehr schöne Führung und tolle Exponate.

Am 4.3. um 17h trifft sich der Arbeitskreis Textildesign, um Gräten-, Langetten- und Knötchenstiche zu erlernen und lädt dazu ein. Mehr Informationen kann man bei heidemariePaul@gmx.de oder unter 0341/9127677 anfordern.

20er Jahre Mode in Leipzig

Durch mein Ehrenamt als Seniorenfreizeitbetreuung erlebe ich eine wöchentliche Wahrnehmungsverschiebung, was die  Zeit, die Wege und den Aufwand angeht. Ich merke, dass ich angefangen habe, die Stadt mit ganz anderen Prioritäten zu erkunden und sie auch viel aufmerksamer wahrnehme. Spannende Programmpunkte zu entdecken mit denen man dann Jemanden überraschen kann, ist eine Aufgabe die mir richtig gut gefällt.

Im Rahmen dieser Arbeit bin ich auf das Oldtimermuseum DA CAPO in der Karl-Heine-Str. 105 gestoßen. Ich kann mich generell für Vieles erwärmen und  Autos sind für mich zwar eher ein Fortbewegungsmittel, als das Höchste der Gefühle, aber so bin ich zufällig auf die ebenfalls dort gezeigten Modelle der 20er (bis 40er) Jahre gestoßen. Das DaCapo besteht im großen und Ganzen aus zwei großen Hallen die liebevoll und wunderschön dekoriert sind (durch Spiegel und blankgeputztes Chrom leuchtet es wie Weihnachten und das unglaublich freundlcihe Personal tut den Rest). Natürlich ist dort vorwiegend Motoren-Auto- Moped-Flugzeug- Krams  ausgestellt, aber eben auch Kleider und Mäntel, sowie modische Accessoires ausgestellt. Durch den Eintrittspreis von  3€ ist ein Besuch allein der Kleidung wegen empfehlensewert.

Shootings & Abseitsgespräche über Latex

Schrüppe McIntosh

Model Eunice Baldes

…Im letzten Jahr bin ich nicht dazu gekommen eine eigene Kollektionen zu fertigen, weswegen ich auch kein größeres Shooting brauchte. Nun wurde ich aber angefragt Teile für ein Fotoshooting zu borgen, dessen Ergebnisse in einem Band zusammengefasst werden soll. Das hatte meine Aufmerksamkeit geweckt- Und so war ich nach langer Zeit dann doch mal wieder am Set. Ich fand die Idee, meine Arbeiten mal in einem ganz anderem Kontex gestellt zu sehen sehr interessant. Auf die Zusammenarbeit mit Dom Quichotte (Fx Ray) und sein Team habe ich mich gefreut. In einer dafür angemieteten Berliner Wohnung wurde zu ganz unterschiedlichen Themen inszeniert. Üblich für Shootingtage herrschte auch hier ein geschäftiges Gewusel. Mehrere Models, Designer, Maskenbildner,sowie der  Fotograf und seine Crew haben die Wohnung sehr schnell SEHR klein aussehen lassen. Für mich gab es nicht viel mehr zu tun, als dem Ganzen beizuwohnen und uzu staunen. Leider kann ich keine Making Of Bilder veröffentlichen; die Fotos werden sicher wirklich schön und fertig noch mal zu sehen sein. Und ich bin begeistert davon, wie Kleidungsstücke ihre Aussage ändern, wenn Jemand anderes sie kombiniert und in Szene setzt.

Abseits in der kleinen Küche bin ich vor der Kaffeemaschine auf den Berliner Christian Gschweng getroffen. Mit ihm hatte ich einen spannenden Diskurs über die Verwendung des Materials Latex für Kleidungsstücke (und Masken). Sein Fachgebiet. Und nicht nur das. Ich bin ganz überrascht und erfreut übe diese Bekanntschaft, weil ich einen unerwarteten Einblick bekommen habe und so auch mit ganz neuen Gedanken in den Abend entlassen wurde. Wenn da mal Jemand in der Richtung Fragen hat oder Anregungen braucht- ich habe seine Facebookseite verlinkt- einfach auf seinen Namen klicken. Er ist Jemand, dem man die Leidenschaft an seinem Tun deutlich anmerkt und schon etliche Versuchsreihen angestellt hat, um ein bestmögliches Resultat zu erzielen, dem  entsprechend auch sehr ausgiebig aus dem Nähkästchen plaudern kann.

Das war meine erste Erfahrung in dieser Richtung. Danke dafür!

Handarbeit im neuen Gewand: Sticken

Manche Handarbeiten gelten als zu altbacken, sind schlichtweg zu aufwendig, überholt oder das Erlernen gestaltet sich als zu langwidrig und umständlich. Es dauert. Es ist zu teuer. Es gibt keine Nachfrage. Es macht zuviel Mühe. Es gibt viele Gründe, warum alte Techniken aussterben und kaum noch Zugang in die neueren Moden finden. Aber um die vielbesagte Lanze dafür  zu brechen- Handarbeiten sind alles andere als langweilig. Gerade in der heutigen hektischen Zeit sind sie auch eine gute Möglichkeit die eigene Mitte (wieder) zu finden. Ich bin auf sehr schöne Arbeiten der Künstlerin Sophia Narrett gestoßen, die beispielhaft dafür sind, welche Möglichkeiten sich bieten den Anschluss an “das Heute” durch die Handarbeit zu finden . Vielleicht kann Stickendoch eine Form finden und das Interesse wieder wecken.

 Quelle.

Sophia Narrett arbeitet komplexe Bilder und Geschichten aus dem Garn, wobei nicht nur die äußeren Begrenzungen der Werke verschwimmen, sondern auch die Grenzen zwischen 2D – 3D und die von Wirklichkeit und Abstraktion undeutlich werden.

“I started as a painter, focusing on narrative figure painting,”Narrett explained to The Huffington Post. “As I continued painting I realized I wanted a different kind of physical engagement with the materials, which made sense when I started working in thread.” In 2010, she experimented with the sculptural quality of fibers, bringing color palettes to new heights in methods similar to mixing paint.

“As I continued working in embroidery I became interested in the repercussions that embroidery holds for the image and story, as well as the way that it dictates the process,” she added. “As the emotionality of the narratives heightens to that of melodrama, the intense investment in the embroidery process required to create legible images speaks to the overwrought nature of the fantasy.”

 

The Serious Side of Three Dreams, 2014, Embroidery Thread and Fabric

The Serious Side of Three Dreams, 2014, Embroidery Thread and Fabric

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Style from the small screen

Leider war nur bis zum 18.01. 2015  möglich, die ausgesuchten Kleider der TV-Serie “Downtown Abbey” aus nächster Nähe zu bewundern. Die  Lady Lever Art Gallery hatte das ermöglicht und zur Kostümausstellung geladen.

Schon allein das macht macht diese Serie sehenswert.

Eingeleitet wurde die Ausstellung mit den Worten:

“Diese Kostümausstellung ermöglicht einen stylischen Blick auf die Bristische Moden während der frühen 1920er. Sie zeigt 10 Kleider, die für die TV-Serie Downtown Abbey von Crosprop, weltweit führende Kostümwerkstatt für Film, Fernsehen und Theater gefertigt wurden. Darunter gibt es auch 6 Kleidungsstücke, die vom Nationalmuseum Liverpool aus der historischen Sammlung, und zwei Outfits, die nie zuvor gezeigt wurden und Eines, dass zuvor einer Liverpooler Lady namens Fräulein Tinne gehört hatte. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischend, vergleicht diese Ausstellung original Gewänder des Zeitraumes zwischen 1912-1923. Das Gezeigte bietet einen Blick hinter die Kulissen – historisch inspirierte Kostüme, gefertigt aus neuen Materialien , aber immer in Anlehnung an original Ausschnitte der Spitze, Fältungen und des Perlenbesatzes. Diese Ausstellung erforscht auch die Veränderung der Zeit, in der Knochenkorsetts zugunsten von loose hängenden Kleidern mit tiefen Taillen verbannt wurden. Junge Frauen bevorzugten Gleichheit und so soiegelte sich das auch in der Wahl der Moden wider.”

Zusätzlich lagen verteiltin der Räumen begleitend Bücher, die sich thematisch mit den Moden der Zeit auseinander setzten.

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Frühjahrsputz auf dem Kleiderständer

Kleiderstange, sortiert

 

 

VORVERLEGTER Frühjahrsputz im Atelier! Heute: Schnitte. Vor dem riesigen Wust an Musterschnitten, Anfertigungen und Probeteilen, die sich während der letzten Jahren angesammelt haben, hatte ich lange Zeit einen großen Bogen geschlagen. Den ganzen bisherigen Tag musste ich investieren, um da eine Struktur zu schaffen, aber das Ergebnis kann sich nun sehen lassen. Platzsparend und übersichtlich in Kategorien unterteilt. Manche Dinge sind eben erst schön, wenn man sie hinter sich gebracht hat.

Vorsätze für das neue Jahr

Ich halte im Allgemeinen nichts von guten Vorsätzen für das neue Jahr. Meist sind diese beiläufig unter Einfluss von guter Laune und Sekt leichtfertig dahergesagt und dem entsprechend auch schnell wieder vergessen. So in diesem Jahr auch bei mir. Und dann wurde ich darauf festgenagelt.

Dieser Beitrag hat bewusst eine Woche auf sich warten lassen. Sicher war ich nämlich nicht, ob ich das überhaupt einen Tag lang durchhalte, was ich mir großspurig in einem schwachen Moment laut ausgesprochen habe: Ich werde meine gut gepflegte Süssigkeitensucht bekämpfen- d. h.: keinen weißen Zucker in 2015!

Ich will dazu noch gar nicht mehr sagen. Zwischendurch war meine Laune so am Boden, dass ich gar nicht wusste, wohin mit mir. Und weil ich diesen Eintrag nicht mit so negativen Vibes beenden möchte, dann doch noch was Schönes zum Schluss:

Es gibt übrigens die Bilder vom Weihnachtsshooting bei OUIIUO aus dem Dezember.

 

Weihnachten am Kreuz

Weihnachten am Kreuz…im Werk 2 in Leipzig hat weniger mit Christentum und Glauben als mehr mit der Lage an einer Kreuzung zu tun. Ich war mal wieder unterwegs. Dabei bin ich wieder auf Stände und Menschen getroffen, von denen man mal was gehört haben sollte. Außerdem ist der Weihnachtsmarkt natürlich nicht zu vergleichen mit dem am Hauptbahnhof- den ich mir einen Tag zuvor zu vergleichszwecken angesehen hatte.

Das Werk2 zur Veranstaltung zitiert, liest sich wie folgt:

Mit vorweihnachtlichen Düften lockt auch dieses Jahr unser beliebter Weihnachtsmarkt. In gemütlicher Atmosphäre kann man an den Ständen entlangschlendern und kleine Schätze entdecken: Schmuck, Grafiken, Holzspielzeug und vieles mehr. Kreative Geschenkideen, besondere Leckereien, hausgemachter Glühwein, nette Leute – es gibt viele Gründe, einfach mal vorbeizuschauen.

Donnerstag: Gelände, 13–20 Uhr, EINTRITT FREI!
Freitag: Gelände, 13–21 Uhr, EINTRITT FREI!
Samstag: Gelände, 13–21 Uhr, EINTRITT FREI!
Sonntag: Gelände, 13–20 Uhr, EINTRITT FREI!

Mein Besuch hatte sich einer ausgiebigen Leipzigtour zu Fuss angeschlossen. Dem entsprechend nass war mein Schuhwerk- das hatte Feuerzangenbowle zur Folge- ich habe nicht den Markt in seiner Gänze gesehen, aber die folgenden Kontakte kann ich einstellen:

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Freude und Bildung zu Weihnachten schenken- der Makerspace Leipzig

Ich hatte in vorherigen Berichten ja schon den Makerspace in Leipzig erwähnt. Ein Projekt, dass gerade konkret in der Gründungsphase ist. Ich war von dem Konzept direkt so begeistert, dass ich nun Teil des Teams bin.  BÄM! Es ist Großartiges im Entstehen- Gemeinnützige Werkstätten in den Bereichen Holz, Textil, Elektro, Metall, aber auch ein sogenannter Freiraum, der ganz unterschiedlich für Workshops und Veranstaltungen genutzt werden kann, wollen wir gemeinsam auf dieBeine stellen.  Damit hat sich meine Frage, wo man die Kreativen in Leipzig denn nun treffen kann bald auch endlich erledigt!

Makerspace-Leipzig.de

Die Mitmachwerkstatt will am Liebsten natürlich sofort loslegen. Aber nur gemeinsam können wir das Beste aus dieser Idee rausholen. Was das Projekt jetzt braucht, sind Pioniere! Es braucht  Leute, die sich für die Idee einsetzen. Mitglieder der ersten Stunde, die anpacken und mitgestalten wollen. Deshalb- jetzt schon Mitglied werden:

PIONIERE GESUCHT!

Störer_V3

Für die Finanzierung der Räume brauchen wir  vorab schon Geld. Um das zu stemmen, haben wir uns das Konzept der Pioniersmitglieder erdacht. Das Sind diejenigen von Euch und uns, die von Anfang an dabei sind und uns  durch einen Mitgliedschaftsvertrag helfen los zu legen. Die Gelder fließen direkt in die Miete und Materialien, die wir brauchen, um den Makerspace bis zum April in Betrieb nehmen zu können. Ihr zahlt voraus(- schauend) und bekommt zum rabattierten Mitgliedschaftsbeitrag die Maschineneinweisung dazu. Euer Namen auf einer Tafel im Eingangsbereich- ihr habt davon geträumt?! Wir machens möglich! Das ist ja wohl auch mal ein super Weihnachtsgeschenk!

Ihr wohnt gar nicht in Leipzig, wollt aber trozdem weiterhelfen?!

Geld- & Werkmaterialspenden (Für die Ausstattung und Ausgestaltung der Werkstätten+ Fachbibliothek)- sponsere einen Mitgliedschaftsbeitrag  (als weihnachtsgeschenk oder als Stipendium für Jemanden, den wir damit glücklich machen können)- oder teile unser Projekt bei Facebook und in den sozialen Netzwerken, sprich mit Leuten, die m