10/23

Oh nein, wie schnell doch die Zeit vergeht. Jetzt liegt schon die zweite Woche in der Siebdruckerei hinter mir. Egal, wie sehr ich mir das auch vornehme und plane- ich schaffe es einfach nicht am Ende eines Tages noch einen Blogeintrag darüber zu tippen, was ich alles erlebt habe, obwohl ich es wirklich schön finden würde Einblicke meines Tageswerkes weiter geben zu können. Irgendwie läuft so ein Arbeitstag dann ja doch komplexer, als man sich das vorab vorstellen kann.

Da es sich bei Wicked Print um eine sehr kleine hochwertige Manufaktur handelt, müssen sehr viele Aufgabenbereiche von sehr wenigen Leuten abgedeckt werden. Das erfordert idealerweise eine gute Planung, um anfallende Wartezeiten während der Drucke sinnvoll zu nutzen. Ich muss sagen, ich bin echt beeindruckt, mit welcher Ruhe und Gelassenheit das Ruphi macht.

Die Zusammenarbeit macht mir unglaublichen Spaß. Im Gegensatz zur alten Erdgeschoss- Location scheint uns hier aber auch die Sonne bei der Arbeit an. Das macht wahrscheinlich Einiges aus. Und weil es keine zusätzliche Ladenfläche mehr zu betreuen gibt, kann man seine Werkstattarbeiten relativ planbar abarbeiten. Zwischendrin bringt ein Paketbote oder Kurierfahrer mit Neuigkeiten, zum Feierabend kommen Freunde vorbei.

Die ersten warmen Strahlen haben uns direkt zum übereilten (?) Frühjahrsputz inspiriert. Wir schaffen Platz für Neues. Nicht ganz so selbstlos, muss ich allerdings zugeben.

Zwischendrin war ich in Leipzig, um Stoffe und Materialien aus meinem Atelier zu holen, an diesem Wochenende gehts nochmal in Mission nach Dreden und für einen Arbeitnehmer blicke ich erstaunlich gespannt in Richtung Montag.

In der nächsten Woche werde ich Stoffe als Meterware mit eigenen Motiven bedrucken. Davon gibts dann aber auch wieder Fotos.