Arbeit gestalten

…lautete der Titel der diesjährigen Designertagung. Stipendiaten der „Studienstiftung des dt. Volkes“ hatten das Glück einen der begehrten Plätze zu ergattern, die es möglich machen sollten sich über dieses Thema auszutauschen. Dazu wurden bereits etablierte und/oder besondere Personen, Künstler, Agenturen und Firmen auf diesem Gebiet in Berlin eingeladen und besucht.


Gewürfelt aus verschiedenen Fachrichtungen und Ecken von Deutschland (und Dänemark) sind wir zusammen gekommen; insgesamt waren wir eine Gruppe von 25 Studenten und Absolventen; insgesamt dauerte die Tagung 5 Tage. Ein straffes Programm.

Ich war vorher ziemlich im Stress mit der Vor- und auch Nachbereitung meiner Ausstellungseröffnung in Leipzig und hatte leider gar nicht die nötige Zeit mich ausgiebig vorzubereiten. Der Vorteil davon liegt in jedem Fall darin, dass man ständig neu überrascht wird, der Nachteil besteht offensichtlich darin sich Null auszukennen. Mit kleinem Handgepäck habe ich mich auf den Weg gemacht, wohl wissend, dass bei solchen Veranstaltungen nicht nur die besuchten Agenturen und Künstler, sondern auch das Zusammentreffen mit den anderen Stipendiaten eine unglaubliche Bereicherung darstellt. Ungefähres Zitat „…spannende Streber!“ Jede(r) verfolgt spannende Ziele und ambitionierte Projekte, was ich als unglaublich toll und interessant empfinde.

Ich bin erst vor einer Stunde wieder in Leipzig eingetroffen und total platt von den vielen Eindrücken und neuen Ideen für die Zukunft.

Kurz und unvollständig hier die (mir) wichtigsten Kommentare und Tipps aus der vergangenen Woche:

* Machen, worauf man Lust hat und woran man (wirklich) glaubt.
*Dinge beenden, die keinen Spaß machen. Man hat nur ein Leben.
* Nicht mit Arschlöchern arbeiten.
*Für seine Arbeit Geld und Wertschätzung einfordern.
*Chancen ergreifen und initiieren.
*Sich nicht unbedingt spezialisieren.
*Auf Vorrat denken.
*Sich selbst kennen (lernen).
*Arbeit ist nicht das Leben.
*Feedback einholen und geben. Austausch.
*Dinge anfangen, ausprobieren und darauf vertrauen, dass es zu etwas führen wird.
*Nicht an überholten Ideen festhalten.
*Kollektiv als wandelbare und die jeweiligen Veränderungen anpassungsfähige Arbeitsform.