Stickvlies

Stickvlies

StickfolieEigentlich wird dieser Stickvlies (Stickfolie) eingesetzt, um hochflorige Materialien, wie Samt oder Maschenware beim Besticken zu stabilisieren. Im Anschluss wäscht man das Stück in warmen Wasser aus und löst die Folie damit vollständig auf. Test in der Badewanne haben ausnahmslos geklappt und die Folie sich wie erwartet aufgelöst.
Bei der Verarbeitung genügt allerdings Schweiß an den Fingerspitzen, das Material zu verändern- Handschuhe sind bei sehr warmen Außentemperaturen leider ein Muss. Außerdem schrumpft die Folie sehr zusammen, wenn man sie wie ich mit einer haushaltsüblichen Maschine bestickt. Das sollte man einplanen- mein Weg war es die Teile größer zuzuschneiden und über die Kanten zu nähen.

Für die Kollektion habe ich -angelehnt an die 1€ Regencapes, die es überall günstig zu kaufen gibt – ein Kleidungsstück in Folienoptik entworfen, dass sich bei Kontakt mit Wasser auflöst und transformiert. Ich habe die einzelnen Schnittteile bestickt und im Anschluss erst zusammengefügt, um das Material möglichst wenig bewegen zu müssen und dadurch schonen zu können. Der Stickvlies wirkt sehr verletzlich, hat aber die fast 20 Stunden Stickarbeiten sehr gut überstanden. Sehr schön finde ich, dass die Folie trotz Bestickung noch sehr beweglich bleibt.

Allerdings hat sich beim Fotoshooting (nur ein Versuch möglich) gezeigt, dass die Folie sich bei „Regenkontakt“ stellenweise auflöst und zu einem starken Kleber wird. Die Idee hat sich zwar sehr gut umsetzen lassen, aber ich würde das Experiment wahrscheinlich so nicht wiederholen.

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