Hauptsache Arbeit

»Was würdet ihr tun?«
Ein Stuhl mitten im Raum eines leerstehenden Ladens in Hamburg Eimsbüttel.
Vier Wochen lang sitzt dort ein Mensch, der nichts anderes tut, als dort zu sitzen.
Das ist seine Arbeit von 10 bis 18 Uhr, unterbrochen von geregelten drei Pausen,
dann ist Feierabend. Samstags noch mal vier Stunden. Einen Monat lang ist er
sozialversichert angestellt, nach Tariflohn bezahlt und sein Nichtstun wird als Arbeit gefilmt.
Für Passanten gibt es einen Fragebogen, der um Stellungnahme bittet:
„Was wären Sie bereit zu tun, um eine Arbeit zu haben? Wo ist die Grenze,
an der Sie sagen würden: Nein, das mache ich nicht.“?

»Hauptsache Arbeit.« ist ein Kunstprojekt von Claus Erbrecht, Hamburg

 

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