Naturprodukte Deutschland- Oderland Hof

 

Oderbruch Hof

Zu Besuch im Oderbruch.

Ich empfinde es als unglaublich schwer sich moralisch vertretbar und gesund zu ernähren. Deshalb möchte ich hier auf einen schönen Lichtblick verweisen, auf den ich eher zufällig gestoßen bin.

Zu Besuch im Oderbruch bin ich auf der Suche nach Veranstaltungen und Sehenswertem durch die hiesige Zeitung auf den Herbstmarkt in Podelzig gestoßen. Das Wetter hat leider an diesem Tag nicht mitgespielt und der Markt am Dorfteich war wenig besucht und kleiner als erwartet. Das bot allerdings die Möglichkeit mit den Verkäufern regionaler Produkte ins Gespräch zu kommen. Wir haben regional geernteten Honig ausgesucht, an einer interessanten (und sehr scharfen) Senfverkostung teilgenommen, und unglaublich guten Ziegencamembert ergattert. Außerdem habe ich in einem Körbchen voller selbstgemachter Seife gestöbert und dort Waschseife gefunden (Haut und Haare, ersetzt Schampoo und ist i.d.R. viel besser zur Umwelt und zur Haut). Es gab auch Ziegenfelle und Vieles mehr, aber ich war bereits sehr zufrieden und gut durchgefroren.

Mit unseren Schätzen unter dem Arm und auf dem Rückweg sind wir dann lustiger weise direkt am Oderbruch Hof vorbei gefahren. Ursprünglich wollten wir nur einen Blick über den Zaun und vielleicht auf die (35?) Ziegen werfen. Ich kaufe sehr gern Regionales, aber Kontrolle ist trotzdem besser als Vertrauen, vor Allem wenn es um Tierhaltung geht. Und man hat selten die Chance wirklich mal zu sehen, wo die Produkte entstehen.

Am Hoftor stehend, sind wir direkt von einem Hütehund und seinem Besitzer entdeckt und freundlich begrüßt worden. Ich glaube, dass er in jedem Fall Besseres zu tun gehabt hätte, aber uns wurde direkt und sehr freundlich angeboten den Hof zu besichtigen. Ein Angebot dass ich nicht ausschlagen konnte. Das Gelände ist ein sehr lebendiger und einladendes Fleckchen Erde. Man sieht die Liebe, die drin steckt. Überall Blumen, Gerätschaften und was Neues zu entdecken. In unserem Fall ist eine Gruppe Ziegen aus ihrem Gehege ausgebrochen und hat sich -gleich einem Suchbild- auf dem ganzen Hof verteilt und ist fröhlich am Erkunden. Man sagt ja, dass Ziegen schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe sind. Hier glaub ich das.

Es ist hier so, wie man sich Urlaub auf dem Land vorstellt. Zwei Minuten später und einen kleinen Fußmarsch später, begleitet von zwei weiteren freudigen Hunden finden wir uns bei der Ziegenherde wieder. Jede Ziege hat hier einen Namen und ihren eigenen Charakter und ihre eigene interessante Geschichte. Das beeindruckt mich dann schon. Es gibt verschiedenen Rassen, hier stehen Böcke und Zicken vereint auf grüner Wiese und haben Platz. Sie kommen neugierig und freudig an den Zaun um sich den Bart kraulen zu lassen.

Ich habe viel gefragt, gestreichelt und gestaunt und bin letztendlich ganz glücklich wieder ins Auto gestiegen. Wer sich dafür interessiert, dem sei der Oderbruch Hof, Rathstocker Str. 6, in Alt Tucheband wärmstens an Herz gelegt. Freitag bis Sonntag oder nach Vereinbarung ist geöffnet, aber man erreicht Sylvia Nickel auch unter info@oderbruch-hof.de