Symposium Perspektiven Textiler Künste, Tag 2

Detailaufnahme einer Weste, gestickt um 1920 Stoff, gestickt, Höhe 65cm, Breite 50 cm Sammlung Burg Giebichsenstein- Kunsthochschule Halle

Eigentlich fand der zweite Tag des Symposiums bereits am 19.11. statt, aber ich bin seitdem nicht dazu gekommen Etwas nieder zu schreiben. Ich war am letzten Samstag etwas zu spät und hatte einerseits das Glück noch ein paar Zeilen der Schweizer Rednerin hören zu können, andererseits von der Führung durch die Werkschau „Der unerledigte Gobelin“ noch nichts verpasst. Darauf hatte ich mich sowieso sehr gefreut, weil sie mir von einem Freund bereits sehr ans Herz gelegt worden war. Mehr oder weniger war diese Veranstaltung auch  mein erster Anknüpfungspunkt mit den Textildesignern an der Burg. Diese haben ihren Sitz im Hermesgebäude und sind sozusagen außer Sichtweite (sehr sehr schade).
Aus den Vorträgen dieser zwei Tage habe ich auch einige interessante Aspekte dazu sammeln können, was Textilkunst (vielleicht und eigentlich) ist. Oder sein kann. Und welchen Verlust es bedeutet  ein Handwerk nur rein museal zu erhalten, an der Stelle es weiterhin zu lehren, neu einzubinden und weiter zu entwickeln.

gestickte Hände, Werkschau „Der unerledigte Gobelin“

 


img_9884

Ein gemeinsamer Spaziergang hat uns dann in eine andere Ecke von Halle geführt- hier gab es eine Kuratorenführung durch die Bild- und Bildteppichwelten von Lurcat. Unglaublich beeindruckende Gobelin-arbeiten. Und ein sehr netter Ausklang.

Naja, abschließend, bleibt mir nach zwei aufregenden Tagen nur mir und allen Anderen ans Herz zu legen- geht mehr auf Veranstaltungen; unterstützt die Leute (wenigstens mit Eurem Besuch) die sich die Arbeit machen so etwas auf die Beine zu stellen, trefft tolle Leute vor Ort, lernt und empfindet. Gerade in dieser nassen Jahreszeit muss ich mich auch wirklich aufraffen und hinterher bin ich jedes Mal sehr froh darüber.