Werkstattschnipsel, die Nächste

Heute nicht in Bewegtbildern – dazu fehlt mir/uns einfach die Zeit. Ursprünglich habe ich das Bloggen begonnen, um Einblicke in (m)ein Modedesignstudium zu geben. Das klingt nach keiner großen Aufgabe, aber das Filmen und Schreiben und Sammeln und Sortieren ist so zeitintensiv, dass ich oft einfach einschlafe, bevor ich darüber nachdenken kann etwas zusammen zu stellen. Ich werde mich aber weiterhin bemühen vermehrt zumindest kurze Beiträge zu verfassen.

Kaffee im Studio von Mona Lutz

Heute also bei Mona Lutz im Studio. Wir sind stundenlang damit beschäftigt aus den Bildern des Shootings die Besten auszusuchen, um aus den verschiedenen Outfits und Szenerien des Shootings eine Serie zu erstellen. Normalerweise ist das eine Arbeit, die trotz Unmengen von Bildmaterial relativ schnell von statten geht. Viel sortiert sich praktisch von selbst aus, weil Details, wie Blick, Haltung, Ausdruck nicht stimmig sind oder die Klamotte anders hängt, fällt oder steht als sie soll. Unter einem kritischen Blick schrumpft die Masse an Rohmaterial schneller als man „vielleicht..“ denken kann. Und das ist in der Regal auch gut so. Nicht so dieses Mal. Wir haben so viele tolle Momente dabei, dass das Entscheiden wirklich ein Gewaltakt war. Immer wieder haben wir uns Bilder und Motive angesehen, verglichen, abgewiegelt und mit zeitlichem Abstand ansehen müssen, um eine Auswahl zu treffen.

Bildauswahl mit Mona LutzHinzukommt, dass das Selektieren viel leichter fällt, wenn man weiß, in welcher Form die Fotos präsentiert werden sollen. Magazin, Blog, Internetauftritt, Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten. Diesen Vorteil haben wir nicht. Die Auswahl soll in sich stimmig sein; und die Bilder einzeln ausdrucksstark. Und am 12.07. in Halle erstmals öffentlich gezeigt werden. Das ist erschreckender weise schon der nächste Dienstag und ich kann gar nicht glauben, wie sehr die Zeit an einem -MIR- vorüberzieht, wenn man sie dringend gebrauchen kann.

Ich kann es gar nicht glauben, aber die Zeit von 11h- 19h mit Mona ist unglaublich schnell vergangen und wir sind gut voran gekommen. Ich konnte schon zwei Bilder in der Vorabansicht sehen. Die Arbeit hat sich gelohnt, wenn man selbst das Gefühl hat ein bisschen verliebt zu sein. Und so geht es mir tatsächlich, wenn ich die Ergebnisse sehe. Auf den Bildern ist nichts von dem vor Kälte zitterndem Model zu sehen.  Nichts von den langen wetterbedingten Wartezeiten, Ameisen, Mücken, Schlamm, starkem Wind, den fast sekündlich wechselnden Lichtverhältnissen, … Die sind einfach nur schön.

Es liegt auch noch einiges vor uns. Ich bin sehr froh Mona als Fotografin zu haben. Wir verstehen uns problemlos, was die Zusammenarbeit unglaublich erleichtert.

Zu morgen. Nach wenig Schlaf – weil ich noch Einiges vorbereiten muss – fahre ich morgen planmäßig nach Berlin, von wo aus es die nächste Meldung gibt. Da eile ich so schnell wie mich der Fernbus bringt hin, zu Patrick Mikulski mit dem ich den Film zur Kollektionin Form bringe. Den Rohschnitt haben wir die letzten zwei Tage über Mail kommuniziert. Das sieht dann so aus, dass ich die das Material der Kamera sichte, und entscheide was auf jeden Fall drin bleibt oder nicht passt. Sowas (in hundertfacher Ausführung) schicke dann: MVI_349 00:00:01- 00:00:37 + ….

Heraus gekommen sind mehr als 20 Minuten Grobschnitt, die auf anderthalb Minuten „Story“ herunter gebrochen werden sollen. Das klingt soviel leichter als gesagt. Und braucht vor Allem Zeit. Viel Zeit. Es gab zwar ursprünglich eine Art Skript, dem wir beim Shooting aus verschiedensten Gründen nicht so ganz folgen konnten. Ich will da nicht den Mut verlieren, aber wir haben zusätzlich noch einen krassen Zeitdruck unter dem das funktionieren muss.